04.09.2017

Bayerischer Waldbesitzerverband fordert zielgerichtete und nicht ideologische Diskussion

Der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes hat die Äußerungen des Landesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen zu den Sturmschäden in den Landkreisen Passau und Freyung-Grafenau mit großer Verwunderung zur Kenntnis genommen. Jetzt gehe es laut Präsident Ziegler nicht darum, die Fichte als Baumart zu kritisieren und die zerstörten Bestände in Niederbayern zu kritisieren, sondern es gehe vielmehr darum, den Betroffenen in ihrer jetzigen Situation deutlich Hilfe zu leisten und den Waldbesitzern eine Lebensgrundlage und Perspektive für die Zukunft zu geben. Bis auf den zerstörten Flächen aus Forstwirtschaft wieder Einnahmen erzielt werden können, vergehe mindestens eine ganze Generation. Heute festzustellen, daß in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg bis nach dem zweiten Weltkrieg Fehler bei der Begründung der jetzt geschädigten Bestände gemacht wurden zeige Unkenntnis über die damals bestehende Situation und fehlenden Respekt gegenüber den damals Verantwortlichen. Präsident Ziegler hat sich an dieser Stelle klar positioniert:  „Wir haben es satt, sinnlose ideologische Diskussionen mit einzelnen Naturschützern und Umweltverbesserern führen zu müssen. Wir brauchen Lösungen für den Erhalt unserer Wälder in dem durch Menschenhand verursachten Klimawandel. Dirigismus und Besserwisserei sind der falsche Weg. Wir benötigen Hilfe zur Selbsthilfe und Stärkung der Eigenverantwortung.“

Durch den Klimawandel nehmen Unwetterereignisse stetig zu. Die Argumentation, dass die Schäden nur in Fichtenbeständen entstehen würden, wird leider irgendwann durch einen Sturm in einer Laubholzregion wiederlegt werden. Spätestens dann sollte auch dem Landesvorsitzenden der Grünen klar sein, dass es nicht ein Baumartenproblem, sondern ein weltweites Klimaproblem ist, bei dem die Waldbesitzer nicht Bevormundung, sondern Unterstützung benötigen.

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