18.07.2018

Waldbesitzer stehen vor großen Herausforderungen

Derzeit findet in München die international führende Fachmesse für Forstwirtschaft und Forsttechnik - Interforst statt. Dieses nahm der Bayerische Waldbesitzerverband zum Anlass, gemeinsamen mit seinen Mitgliedern, Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Forstministerin Michaela Kaniber sowie zahlreichen Vertretern aus Politik, Forst- und Holzwirtschaft, Wissenschaft und Naturschutz sein 100-jährigem Bestehen zu feiern.

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung unterzeichneten die Vertreter der Waldbesitzer in Bayern - der Bayerischen Waldbesitzerverband, der Bayerische Bauernverband, die Familienbetriebe Land und Forst Bayern, der Bayerische Gemeindetag und der Bayerische Städtetag - sowie Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Forstministerin Michaela Kaniber die „Gemeinsame Erklärung zur Stärkung der Forstwirtschaft in Bayern“. Ziel ist es, dass Waldbesitzer und die Staatsregierung gemeinsam die großen Herausforderungen der Zukunft, wie den Klimawandel und den demographischen Wandel, meistern. Denn die Waldbesitzer brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. „Mit dem Waldpakt schreiten Waldbesitzer und Staatsregierung in die Zukunft, um das Grüne Drittel Bayerns auch für die kommenden Generationen zu erhalten“, so Waldbesitzer-Präsident Josef Ziegler bei der Unterzeichnung. Die bayerischen Waldbesitzer bewirtschaften ihre Wälder nachhaltig nach dem Grundsatz „Schützen durch Nutzen“ und erzeugen dabei nicht nur unseren Ökorohstoff Holz, sondern erfüllen vielfältige Leistungen für die gesamte Gesellschaft: Unsere Wälder sind Erholungsraum, Wasserspeicher und Trinkwasserfilter, Lawinenschutz, Arbeitsplatz und die Grundlage für eines der erfolgreichsten Wirtschaftscluster in Bayern - dem Cluster Forst und Holz. Unsere Wälder, deren nachhaltige Bewirtschaftung und unser Rohstoff Holz sind unverzichtbar zur Erfüllung der Pariser Klimaziele.

„Das dies in Zukunft so bleibt, dafür brauchen die Waldbesitzer verlässliche Rahmenbedingungen“, stellte Josef Ziegler bei der Unterzeichnung heraus. Bereits 2004 und 2013 unterzeichneten die Bayerische Staatsregierung und die Waldbesitzer in Bayern zwei Pakte, die nun konsequent fortgesetzt werden. „700.000 private Waldbesitzer stehen in den bayerischen Grundbüchern. Der Wald in Bayern ist damit eine wichtige und verfassungsrechtlich gewollte Form von breit gestreutem Eigentum. Deshalb geht es nicht nur um den Erhalt der Wälder als Teil einer schönen Landschaft, sondern um den Erhalt und die Fortführung der nachhaltigen Bewirtschaftung durch die Vielzahl der verschiedenen Waldbesitzer. Denn erst mit der Bewirtschaftung werden alle Funktionen auf der Fläche erhalten - für den Eigentümer genauso wie für die gesamte Gesellschaft. Unsere Wälder sind deshalb so wertvoll und artenreich, weil die seit Generationen von verantwortungsvollen Eigentümern bewirtschaftet werde,“ führte Ziegler bei der Festveranstaltung am Eröffnungstag der Interforst aus.

Seit 100 Jahren sprechen die Waldbesitzer in Bayern mit einer Stimme. Der Bayerische Waldbesitzerverband ist die Interessensvertretung des Waldbesitzes in Bayern. Im Verband sind private und kommunale Waldbesitzer, Forstzusammenschlüsse und Waldbesitzervereinigungen, die Kirchen sowie die Bayerischen Staatsforsten vertreten. Am 11. Februar 1918 gründeten vorausschauende Waldeigentümer den Waldbesitzerverband, um sich für den Erhalt ihrer Wälder und eine eigenverantwortliche Bewirtschaftung in Bayern einzusetzen. Dabei setzte sich der Waldbesitzerverband von Beginn an auch für die Aus- und Fortbildung der Waldbesitzer ein.

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